Zuchtgruppe Donaupark 1. Termin

Ein kurzer Bericht über die Zuchtgruppe Donaupark 1. Termin am Samstag, 22. März.

Am Nachmittag um 14 Uhr ging es los mit der 1. Zuchtgruppe im Donaupark. Eigentlich ja in der Wiener Imkerschule die halt im Donaupark liegt.

Zuchtgruppe Donaupark Teilnehmer

Zuerst wurden die Ziele die diese Zuchtgruppe verfolgt besprochen. Nachdem noch niemand in dieser Gruppe je Königinnen gezielt vermehrt hat ist das erste Ziel natürlich die Grundlagen der Königinnenzucht zu erlernen. Die Teilnehmer werden hoffentlich weiter in Kontakt bleiben und sich über ihre Erfahrungen austauschen. Es gibt auch ein Fernziel über das hier zu schreiben aber noch viel zu verfrüht wäre. Nachdem die Ziele klar waren ging es auch schon an die erste praktische Übung.

Die Übung bestand darin den Zustand eines Bienenstockes sehr rasch einzuschätzen und die wesentlichen Informationen kompakt aufzuzeichnen. So machten wir uns also daran in die Bienenstöcke zu schauen und Heinz sagte uns worauf man als erstes zu achten hat. Für eine schnelle Einschätzung ist die Anzahl der besetzten Wabengänge ein erster Hinweis. Dann wurde geschaut ob Brut in allen Stadien vorhanden ist und ob noch Futter in den Stöcken ist. Damit war die erste Kontrolle auch schon wieder Fertig. Heinz teilt die Stärke der Bienenstöcke in ein Schulnotensystem von 1-4. Eins ist sehr gut und 4 mangelhaft. 4er machen die Mühe nicht wert sie wieder aufzupäppeln.

Danach ging es schon daran die wichtigsten Schritte in der Königinnenzucht zu besprechen. Was braucht man? Wann? Um zu einem bestimmten Datum die Larven umlarven zu können.

In der Zuchtgruppe haben wir ja einen ganz bestimmten Termin an dem wir umlarven werden. Und zwar den 10. Mai. Bis dorthin brauchen wir nicht nur die Utensilien zum Umlarven sondern müssen schon davor dafür sorgen, daß wir ein Pflegevolk für die Larven haben.

Dazu brauchen wir ein sogenanntes Startervolk. Um so ein Volk zu erstellen können wir ein sehr starkes, wesenloses Volk hernehmen in dem sich keine offene Brut finden darf. Wenn man das nicht so machen möchte oder kann dann gibt es auch eine andere, mir sympathischere Methode: In einem Stock werden alle Bienen in die untere Zarge gekehrt. Dann kommt darauf ein Absperrgitter (die Königin ist jetzt sicher unten) und in die Zarge darüber kommen Brutwaben. Wenn diese Zarge gleich als Starter dienen soll kommen am besten gleich nur 9 Rahmen rein damit Platz für den Zuchtrahmen bleibt.

Vorbereitet muß der Starter schon am 1. oder 2. Mai wenn wir am 10. Mai umlarven. Am 10. Mai dann wird die untere Zarge mit der Königin auf einen neuen Boden und auf einen neuen Platz gestellt. Damit fliegen alle Flugbienen in das neue, jetzt weisellose Volk zurück.

Nachdem die Zuchtgruppe in der Wiener Imkerschule umlarvt und den Zuchtstoff von dort bekommt ist die Frage, wie lange halten es die Larven aus ohne in einem Startervolk Platz zu finden? Laut Heinz halten es die Larven aus wenn sie innerhalb einer Stunde in einem Startervolk Platz finden und während des Transportes für ein feuchtes Klima gesorgt wird mit einem nassen Küchentuch oder ähnlichem.

Wenn man allerdings einen weiteren Weg hat dann gibt es auch die Möglichkeit die Waben vom Starter in einen Ablegerkasten zu hängen – wieder Platz lassen für den Zuchtrahmen lassen – und mit diesem Ablegerkasten zum Umlarvort zu fahren. Damit die Rähmchen sich nicht verschieben müssen sie mit einem Nagel oder ähnlichem fixiert werden. Denn in der Imkerschule wird keine Zeit sein den Wabensitz zu richten. Warum? Weil sonst zu viele Bienen verloren gehen da sie sich ja nicht am Heimbienenstand befinden. Deshalb wird auch ein Gitter oben im Ablegerkasten befestigt damit man den Ableger öffnen kann ohne Bienen zu verlieren. Das Gitter wird dann nur ganz kurz gehoben um den Zuchtrahmen einzuhängen. Dadurch gehen so gut wie keine Bienen verloren.

Zuchtgruppe Donaupark Material

Heinz Strohmer

Natürlich haben wir auch besprochen was an Material benötigt wird für die erfolgreiche Königinnenzucht.

Nachdem ich noch alles besorgen muß und beim ersten Termin nur mein Handy mithatte um Fotos zu machen werde ich das Material in einem gesonderten Beitrag noch detailiert vorstellen.

Folgendes sollte man mindestens zur Verfügung haben wenn man seine ersten Königinnen selbst aufziehen möchte:

  • Zuchtrahmen
  • Nicot Zubehör (Systemsockel, Weiselnapfhalter, Weiselnäpfe, Schlupfkäfig, ev. Zellausfreßschutz)
  • original Schweizer Umlarvlöffel
  • Begattungskästchen (Apidea oder EWK)
  • Apifonda (Futterteig)

Zuchtrahmen dürfen immer nur senkrecht abgekehrt werden. Außerdem sind die Weiselzellen zu einer bestimmten Zeit besonders Erschütterungssensibel. Deshalb wurde uns empfohlen die Weiselzellen am 5. Tag zu käfigen.

Ich werde meine Königinnen auf der Belegstelle in Wien begatten lassen. Dort befindet sich heuer ein interessantes Vatervolk der Sklenar-Linie. (99-147-395-2010) Außerdem können alle Wiener Imker fünf Königinnen gratis auf die Belegstelle aufführen. Abgesehen davon möchte ich bei einer Wiener Zuchtgruppe natürlich auch die Wiener Belegstelle nutzen.

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