Täter ermittelt: die große Wachsmotte

Wie im Beitrag „2. Bienenkönigin fehlt“ geschrieben hatte ich ja abgetragene Wabenstellen und Löcher in den Waben auf mehreren Rähmchen.

abgetragene Waben

abgetragene Bereiche bei den Pfeilen

durchlöcherte und abgetragene Bienenwabe durch die große Wachsmotte

durchlöcherte Bienenwabe

Bei der letzten Durchsicht vor der Varroabehandlung konnte ich den vermutlich verantwortlichen Dingfest machen: Die große Wachsmotte bzw. deren Maden.

Auf dem Video sieht man eine zerfressene Mittelwand und es tummeln sich sogar ein paar Raupen auf der Mittelwand. Auch bereits verpuppte Raupen kann man am Rand des Rähmchens sehen.

Der einzig biologisch gangbare Weg die Raupen innerhalb der Beute zu bekämpfen scheint ein Bazillus zu sein: Bacillus thuringiensis var. aizawai . Zumindest nach meinem derzeitigen Wissen.  Nachdem ich gestern die Behandlung gegen die Varroa Milbe gestartet habe hoffe ich, daß die Ameisensäure auch der großen Wachsmotte bzw. deren Raupen zusetzt. So sollte es zumindest sein.

Eine weiterer biologischer Weg gegen die Raupen der Wachsmotte ist es, mit dem Stockmeissel schnell und stark gegen das Rähmchen zu klopfen. Die Maden mögen angeblich keine Erschütterungen und verlassen sofort die Waben. Ich denke, damit schädigt man aber auch die offene Brut in einer solchen Wabe.
Nachtrag: Wie mir ein Imkerkollege erzählte funktioniert das Schlagen mit dem Stockmeisel nur bei der kleinen Wachsmotte!

Ich hätte nicht gedacht, daß die große Wachsmotte auch in besetzten Bienenstöcken so einen Schaden anrichten kann. Andererseits war der Stock in dem es zu solchen Schäden kam schon geschwächt. Von diesem Kunstschwarm starben eine Menge Bienen bis er endlich an seinem Standplatz war. Möglicherweise sind die Bienen beim Transport verbraust. Auf jeden Fall ist es ein sehr guter Rat (den ich aber nicht gleich befolgt hatte) meines Bienenpaten das Flugloch mittels dieser Plastikfluglochschieber sehr klein zu halten. Hätte ich mal lieber gleich darauf gehört wäre mir das vielleicht erspart geblieben.

 

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